Ideensammlung: FreeBSD jails als vserver (Fr, 13.08.2010)

Ich überlege gerade inwieweit es möglich, sicher und komfortabel ist FreeBSD jails als vserver Plattform anzubieten.

Was sind FreeBSD jails?

FreeBSD jails sind eine Art der Virtualisierung auf Betriebssystemebene (in diesem Fall FreeBSD), die es erlaubt einen Computer (Server) in mehrere Untereinheiten (eben jails = Gefängnisse) einzuteilen.

Jails sind einer chroot-Umgebung unter Unix/Linux sehr ähnlich, haben allerdings einige erweiterte Funktionen. Jede Jail hat:

  • eine eigene Dateistruktur, die für andere Jails nicht zugänglich ist,
  • Prozesse, die von den anderen Jails getrennt laufen,
  • eigene Benutzer- und Superuser-Accounts.

Hierdurch erreicht man durch jails eine hohe Sicherheit und gleichzeitig viele Einsatzmöglichkeiten.

Jails für vserver?

Für eine vserver Umgebung ist es (zumindest für den Betreiber) wichtig bestimmte Resourcen wie Arbeitsspeicher und CPU-Rechenleistung zu limitieren. Dank JailResourceLimits (http://wiki.freebsd.org/JailResourceLimits) scheint dies inzwischen möglich zu sein.

D.h. man bräuchte nur noch einen richtigen Server, genügend IP-Adressen (jede jail sollte mindestens eine zugewiesen bekommen) und schon könnte man seinen FreeBSD jail (vserver) Dienst starten.

FreeBSD für die Massen?

Bleibt noch die Frage, wie viele Leute in Deutschland Interesse an einem solchen Dienst haben. In diversen Foren findet man immer wieder Nachfragen (und teilweise auch Angebote), die FreeBSD jails als Grundlage für einen vserver verlangen (anbieten). Die Anbieter scheinen allerdings sämtlich ihre Angebote eingestampft zu haben oder verlangen horrende Preise.

Ich frage mich, wie hoch die Kosten für eine jail mit begrenzten Resourcen (RAM, CPU) wohl sein könnten. Da es ja bereits Linux vserver Angebote für unter 2,00 € im Monat gibt, sollten die Kosten hierfür eigentlich überschaubar sein.

Offene Fragen:

  • Wie gut funktionieren die JailResrouceLimits? <= Ausprobieren,
  • Wie hoch ist die Nachfrage? <= Umfrage – aber wo?
  • Wie hoch wären die Kosten für so ein Angebot? <= Rechnen

Fazit und Ausblick

Wenn die offenen Fragen geklärt sind muss noch geklärt werden wie hoch der Administrationsaufwand für ein solches System wäre. Dann könnte man eigentlich einen solchen Dienst starten.